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Die Grundlagen des Daytrading     1  -  2  -  3  -  4  -  5

Teil 4 - Varianten des Daytrading

Daytrading bedeutet wörtlich übersetzt Tageshandel. Als Daytrader wird normalerweise bezeichnet, der seine Positionen innerhalb des laufenden Handelstages glattstellt und am Ende der Handelssitzung nur noch Bargeld auf seinem Konto hat. Diese Definition ist nicht ganz richtig, denn es gibt einige Varianten des sog. Daytradings. Die Übergänge zwischen diesen Varianten sind allerdings fließend.


Overnighttrading

Overnighttrading beruht auf einer einfachen Strategie. Bei herausragenden Nachrichten wird kurz vor Handelsschluss eine Aktie gekauft, in der Hoffnung, dass die weitere Verbreitung der Nachricht am nächsten Tag zu einer über den Schlusskurs stehenden Eröffnung in der Aktie führen wird.

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Swingtrading

Ein Swingtrader hält seine Positionen in der Regel zwischen einigen Minuten und einigen Stunden, je nach Ausgangssituation, Volumen und Liquidität im Markt. Ausgelöst wird ein solcher Swingtrade oftmals durch positive oder auch negative Nachrichten, die eine Aktie länger in die eine oder andere Richtung bewegen.

Bei den Nachrichten kann es sich z.B. um Gerüchte handeln, die in Brokerboards forciert wurden oder um Meldungen mit fundamentalen Hintergrund. Die Veröffentlichung von Quartalszahlen, Ad hoc-Meldungen, Aquisitionen oder Übernahmen von Unternehmen führen oft zu bedeutenden Kursbewegungen einzelner Aktien. Der oftmals benutzte Begriff Newstrading beschreibt auch diese Art des Tradens.

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Positiontrading

Die von vielen Anfängern bevorzugte Art des Daytrading ist das Positiontrading. Es ist die etwas langfristiger ausgelegte Variante des Swingtradens. Bei dieser Form des Handels wird eine Position aufgrund einer fundamentalen Situation oder einer herausragender Nachrichten eröffnet und dann für einige Tage gehalten, maximal aber für eine Woche.

Diese Handelsart lässt sich bei geringer Kapitaldecke oder bei nicht ständiger Verfügbarkeit hervorragend einsetzen. Ziel ist die Vermehrung des Kapitals bei gleichzeitiger, kurzfristiger Beobachtung des Marktes, ohne ständig dem Marktgeschehen folgen zu müssen.

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Scalptrading

Das sog. Scalptrading, auch Scalping gennant, ist die schwierigste Art des Daytrading. Der Scalper hat dabei meist die volle Kontrolle über das von ihm eingesetzte Kapital. Die Idee des Momentumscalping besteht darin, die Spanne zwischen dem Angebotskurs und dem Verkaufskurs auszunutzen, oder, wenn das nicht geht, dann mit einer genügend großen Position zu eröffnen, um mit einem Gewinn von $1/16 oder maximal $1/8 pro Stück die Position wieder zu verkaufen.

Die Schwierigkeit bei dieser Variante liegt in der notwendigen Erfahrung, die der jeweilige Trader mitbringen muss sowie in den hohen Hard- und Softwareanforderungen. Darüber hinaus benötigt man für diese Art des Handels eine genügend hohe Kapitaldecke, da aufgrund der geringen Gewinnerwartung, die zu eröffnende Position entsprechend groß sein muss.

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Splittrading

Splittrading nutzt den Umstand, dass Aktien bei Bekanntgabe von Splits oder bei kurz bevorstehenden Durchführungen von Splits oft einen Kursanstieg erfahren. Die Bekanntgabe von Splits geschieht zumeist als Ad Hoc-Meldung, so dass man hier nur nach Veröffentlichung der Nachricht handeln kann. Bei kurz bevorstehenden Splits ist das anders. Man beginnt ein paar Tage vor dem anstehenden Split diese Werte zu beobachten. Oftmals zeigt sich eine erhöhte Volatilität, die man mit Splittrading ausnutzen kann.

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IPO Trading

Beim IPO Trading nutzt der Trader den Umstand, das Aktien schon am ersten Tag oder aber kurz nach dem IPO (Börsengang) wieder verkauft werden, was für volatile Kurse in dem jeweiligen Wert sorgt.

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Leerverkäufe - "Short Sales"

Ein Trader kann durch den sog. Leerverkauf mit fallenden Aktien Geld verdienen. An amerikanischen Börsen ist dies jederzeit mit einem "Short Sale" möglich. Ein Leerverkauf oder Short Sale ist der Verkauf von Aktien oder Waren, die der Verkäufer nicht besitzt, in der Erwartung, sie zu niedrigeren Preisen zurückkaufen zu können.

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Trading mit Index-Futures

Beim Traden mit Index-Futures werden keine einzelnen Aktien gehandelt, sondern Terminkontrakte sog. Futures, die sich auf einen bestimmten Index beziehen. Index-Futures sind z.B. der Nasdaq-Future und der S&P-Future in USA und der DAX-Future in Deutschland
(mehr unter: Teil 5: Daytrading mit Index-Futures).
Beim Trading mit Index-Futures handelt es wohl um die riskanteste Art des Tradens, da der Anleger einen Totalverlust und sogar noch eine Nachschusspflicht erleiden kann. Daher ist hier äußerste Vorsicht geboten. Auf dieses Terrain sollte sich nur der erfahrene Trader wagen

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