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Aktuelles Thema - 08/2003

Steuerfahndung - was tun?

Wann die Steuerfahndung ermittelt, was sie darf und wie Sie sich bei einem unangekündigten Besuch verhalten sollten

Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt! Das Finanzamt geht zwar nicht jedem kleinen Betrug nach, wer aber hohe Kapitalbeträge hinterzogen hat, dem drohen empfindliche Geldbußen und in schweren Fällen sogar Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren. Wer mit einer Selbstanzeige der Steuerfahndung zuvor kommt, muss zwar die Steuern inklusive Zinsen nachzahlen, geht dafür aber meist straffrei aus.


Wann die Steuerfahndung ermittelt

Der Auftrag der Steuerfahndung ist es, Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten nachzugehen.

Steuerstraftaten sind z.B. Steuerhinterziehung, Subventionsbetrug, Zollvergehen sowie die Begünstigung einer Person, die eine Steuerstraftat begangen hat. Letzteres bedingt, dass die Fahnder auch gegen Bankangestellte ermitteln, die sich der Beihilfe strafbar gemacht haben.

Steuerordnungswidrigkeiten sind z.B.e die leichtfertige Steuerverkürzung und der unzulässige Erwerb von Erstattungsansprüchen.


Die Befugnisse der Steuerfahnder

Da der Staat sehr wachsam bezüglich seiner Steuern ist, haben die Beamten der Steuerfahndung umfangreiche Befugnisse. Die Steuerfahnder haben alle Befugnisse der Beamten des Finanzamtes, des Polizeidienstes und der Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft in sich vereint.

Als Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft dürfen Steuerfahnder den ersten Zugriff tätigen und, wenn Gefahr in Verzug ist, sogar Durchsuchungen und Beschlagnahmungen anordnen, Beschuldigte und Zeugen vernehmen sowie Festnahmen und körperliche Untersuchungen veranlassen.


Wie Sie sich bei einem Besuch der Steuerfahndung verhalten sollten

  • Bewahren Sie Ruhe und bleiben Sie sachlich.
  • Nehmen Sie sofort Kontakt zu Ihrem steuerlichen oder anwaltlichen Berater auf.
  • Lassen Sie sich vor Beginn der Untersuchung von den Untersuchungsbeamten Dienstausweis, Dienstmarke und Durchsuchungsbeschluss zeigen.
  • Notieren Sie sich Namen, Dienstgrad und Dienststelle der Beamten.
  • Wirken Sie auf eine geordnete Durchsuchung unter Anwesenheit von Zeugen und Rechtsbeistand hin.
  • Geben Sie Gegenstände und Unterlagen nur nach vorheriger Beschlagnahme heraus.
  • Lassen Sie sich am Ende der Untersuchung eine Liste über die beschlagnahmten Gegenstände aushändigen.
  • Beraten Sie sich so bald wie möglich mit Ihren Rechtsbeistand über die zurückliegende Untersuchung und über das weitere Vorgehen.

Tipp: Die Schwarzgeld-Amnestie soll zum 1. Januar 2004 in Kraft treten. Vom Ausland rückgeführtes Schwarzgeld wird das ganze Jahr 2004 einheitlich mit 25 Prozent versteuert. Der Hinterzieher soll straffrei bleiben.


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