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Firmen- und Unternehmenskennzahlen

Die Bewertung einer Aktiengesellschaft aufgrund wichtiger Kennzahlen bezeichnet man als Fundamentalanalyse. Kenntnis dieser Kennzahlen ist auch für den privaten Anwender hilfreich, um das Potenzial einer Aktie realistischer einschätzen zu können.

Ein Blick auf die wichtigsten Unternehmenskennzahlen sollte zum Pflichtprogramm beim Erwerb einer Aktie gehören. Viele Aktiengesellschaften stellen diese Infos auf Ihrer Homepage bereit (Investor Relations). Das Gegenteil der Fundamentalanalyse ist übrigens die sog. Technische Analyse oder Charttechnik. Hier spielen Unternehmenskennzahlen keine Rolle.

Tipp: Falls Sie einen Begriff vermissen, hilft ein Lexikon im Internet weiter.


Börsentechnische Kennzahlen

  • Aktienanzahl
    Die gesamte Aktienanzahl eines Unternehmens. Dazu gehören die ausgegebenen, am Markt erhältlichen Aktien (sog. Streubesitz oder Free Float) und Aktien die im Unternehmen verbleiben oder im Altaktionärsbesitz sind.

  • Dividende
    Der Betrag des Bilanzgewinns, der auf die einzelne Aktie fällt. Wird in Prozent des Nennwerts oder in Euro pro Stück angegeben. Die Dividende wird jährlich ausbezahlt. Im Ausland (z.B. USA) oft vierteljährlich als Quartalsdividende. Über die Dividende wird in der Hauptversammltung der AG beschlossen.

  • Dividendenrendite
    Die Dividende einer AG bezogen auf den Aktienkurs. Die Dividendenrendite in Prozent ist ein Maßstab für die Rentabilität eines Unternehmens.

  • DVFA/SG-Ergebnis
    DVFA: Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e. V.
    SG:     Schmalenbach-Gesellschaft - Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft
    Gemeinsame Empfehlung der beiden Gesellschaften zur Ermittlung des Ergebnisses je Aktie. Soll die Vergleichbarkeit von Kennzahlen erhöhen.

  • Gewinn je Aktie (Ergebnis je Aktie)
    Gibt an welcher Teil des gesamten Unternehmensgewinns auf eine Aktie entfällt.
    Dient zur Beurteilung der Ertragskraft und wird besonders bei amerikanischen Unternehmen als wichtige Kennzahl betrachtet.
    Der Gewinn je Aktie dient auch zur Berechnung des KGV.

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis - KGV
    Aktienkurs geteilt durch erzielten Gewinn je Aktie.
    Das KGV ist ein Maßstab für die Beurteilung der Ertragskraft einer Aktiengesellschaft. Das langjährige Mittel der im Dow-Jones-Index gelisteten Firmen liegt bei einem KGV von 16.
    Bei niedrigem KGV gelten Aktien als günstig und bei hohem als teuer. Ein niedriges KGV kann jedoch auch durch schlechte Ertragslage oder schlechtes Management entstehen.
    Ein hohes KGV kann auch durch eine Überbewertung einer Aktie entstehen.

  • Kurs-Cash-Flow-Verhältnis - KCV
    Verhältnis des Aktienkurses zum Cash Flow.
    Das KCV dient zur Liquiditätsbestimmung eines Unternehmens.

  • Marktkapitalisierung
    Anzahl der Aktien x Kurs = Marktkapitalisierung
    Der aktuelle Börsenwert eines Unternehmens. Über die Marktkapitalisierung lassen sich u.a. Größenvergleiche zwischen Unternehmen anstellen. Eine hohe Marktkapitalisierung bei kleinen Unternehmen kann jedoch auch auf eine Überbewertung deuten.

  • Mitarbeiteranzahl
    Eigentlich keine börsentechnische Kennzahl. In Bezug zu anderen Kennzahlen (z.B. Marktkapitalisierung) ergeben sich aber oft interessante Informationen.

    Tipp: Lesen Sie zum Thema unseren Artikel "Die Muppets Show auf dem Nemax Kanal"

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Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

  • Anlagevermögen
    Alle Gegenstände, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb des Unternehmens zu dienen (z.B. Maschinen, Beteiligungen, Gebäude etc.).
    Siehe dazu auch Umlaufvermögen.

  • Break Even Point
    Englisch für Gewinnschwelle. Ab dem Break Even Point wird ein Gewinn erzielt.

  • Cash Flow
    Englisch für Liquiditätszufluss. Der Cash Flow dient zur Beurteilung der Finanzlage eines Unternehmens und wird aus der Gewinn- und Verlustrechnung gewonnen. Je höher der Cash Flow, um so besser ist die Finanzlage des Unternehmens.

  • Einkommen vor Steuern (EBT)
    In Englisch Earnings Before Taxes.
    Ertragskennzahl ermittelt aus dem Jahresüberschuss vor Steuern. Aussagekräftiger sind die Kennzahlen EBIT und EBITDA.

  • Einkommen vor Zinsen und Steuern - EBIT
    In Englisch Earnings Before Interest and Taxes.
    EBIT ist eine absolute Ertragskennzahl eines Unternehmens und wird ermittelt aus dem Jahresüberschuss vor Steuern, Zinsergebnis und vor außerordentlichem Ergebnis. EBIT ermöglicht eine vergleichbarere Aussage über die eigentliche operative Ertragskraft eines Unternehmens.

  • Einkommen vor Zinsen, Steuern und Abschreibung - EBITDA
    In Englisch Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization.
    EBIT ist eine absolute Ertragskennzahl eines Unternehmens und setzt sich zusammen aus dem Jahresüberschuß vor Steuern, dem Zinsergebnis und den Abschreibungen des Unternehmens. EBITDA ist eine international weitverbreitete und aussagekräftige Kennzahl zur Beruteilung der operativen Ertragskraft eines Unternehmens.

  • Eigenkapital
    Das bilanziell ausgewiesene Grundkapital einer Aktiengesellschaft.

  • Eigenkapitalquote:
    Eigenkapital / (Eigenkapital + Fremdkapital) = Eigenkapitalquote
    Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital.

  • Jahresüberschuss
    Der Gewinn eines Unternehmens nach dem Handelsrecht.
    Der Jahresüberschuss einer Aktiengesellschaft kann im Unternehmen verbleiben (Gewinnrücklagen) oder als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Über die Verwendung des Jahresüberschusses entscheidet die Hauptversammlung.

  • Operativer Gewinn
    Der Gewinn den ein Unternehmen mit seinen eigentlichen Geschäftsfeldern verdient
    (z.B. BMW mit Autos). Gewinne durch Devisen- oder Immobiliengeschäfte gehören bei einem Kfz-Hersteller z.B. nicht dazu.

  • Umlaufvermögen
    Alle Vermögensgegenstände, die nicht dazu gedacht sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb des Unternehmens zu dienen. (z.B Vermögenswerte, Liquiditätsbestände). Siehe dazu auch Anlagevermögen.

  • Umsatz
    Alle Erlöse, die im Geschäftsjahr erwirtschaftet wurden.

  • Umsatzrendite
    Der Gewinn eines Unternehmens bezogen auf den Umsatz.
    Die Umsatzrendite ist ein Maßstab dafür, wie profitabel ein Unternehmen ist. Je höher die Umsatzrendite in Prozent, umso profitabler das Unternehmen.

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